Wir entwickeln Methoden, Theorien und Formate für die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Bildern aller Art.

BILD

Bilder strukturieren unser Leben. Sie sind keine unbeteiligten Objekte, sondern prägen unsere Umwelt und unsere Wahrnehmung. Bilder sind überall, wirken, überwältigen, drängen, fordern und verändern sich ständig. Wir gehen von einem erweiterten Bildbegriff aus, der Bilder jeglicher Art und Herkunft einschließt.

BILD  KOMPETENZ

Unter Bildkompetenz verstehen wir den selbstbewussten, emanzipierten und mündigen Umgang mit dieser Eigenart der Bilder. Die Grundlagen und Methoden dafür beziehen wir aus dem Fach der Kunstgeschichte. Wir geben dem Betrachter Werkzeuge und Fertigkeiten an die Hand, die aus der Bildwahrnehmung ein vertieftes und übertragbares Bildverstehen machen.

BILD  KOMPETENZ  VERMITTLUNG

Für die Vermittlung von Bildkompetenz entwickeln wir Konzepte, didaktische Methoden und praktische Formate in unterschiedlichen Bildungsbereichen. Wir vernetzen Wissenschaft und Bildungspraxis und beziehen bewusst kulturhistorische und künstlerische Ansätze mit ein. Wir initiieren exemplarische Lernprozesse, die Transfer ermöglichen.

Kreative Forschung, künstlerische Praxis und Didaktik machen aus dem einfachen Sehen einen potenzierten Blick: blick³

Alke Vierck,  Christine Busch,  Mirjam Koring,  Romy Kühnert,  Yella Hoepfner

Kontakt: bildvermittlung[at]gmx.de | kontakt[at]blick3.de | www.blick3.de

 

Projekte:

FORTBILDUNGEN für Multiplikatoren in der kulturellen Bildung u.a. für die Staatlichen Museen, das Jüdische Museum, die regionale Fortbildung und das Landesinstitut für Schule und Medien in Berlin (LISUM)

In Fortbildungen erhalten Lehrer, Referendare und andere Multiplikatoren Einblicke in bildwissenschaftliche Themenfelder und ein geschärftes Bewusstsein für die Bedeutung und Funktionen von Bildern in Kunst, Alltag und Bildung. Wissenschaftlich fundiert und praxisnah bekommen sie methodische Werkzeuge für die eigene pädagogische Praxis und die Einbindung der Vermittlung von Bildkompetenz in die schulische und außerschulische Bildung an die Hand.

PRAXISPROJEKTE für Schüler (Beispiele)

Schul:Leben auf der Insel West:Berlin
2014/15, Schulkooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin (Ausstellung „West:Berlin“)
Schüler des Tiergarten Gymnasiums erforschten die Geschichte ihres Schulhauses, das 1971 als Notfallkrankenhaus geplant worden war. Sie erkundeten und befragten das Gebäude, sprachen mit Zeitzeugen, recherchierten im Hansaviertel, im Stadtmuseum und in Archiven. Dabei entstand ein völlig neues Bild von einem vermeintlich bekannten Haus. Ihren veränderten Blick auf die Alltagsarchitektur gaben die Schüler in einer Ausstellung und in Gebäudeführungen weiter.

Platz ist in der kleinsten Lücke
2014, Schulkooperation
gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
Warum gestaltet der Mensch seinen Lebensraum? Im Semesterthema des 11. Jahrgangs standen alle Zeichen auf Einmischung. Der Stadtbezirk wurde in diesem Kurs als offener Kommunikationsraum begriffen, der manipuliert, gestaltet und belebt werden kann. Die Schüler haben eine Brachfläche in Hellersdorf zum Bildfeld erklärt. Mit überraschenden Maßnahmen haben sie kreative Irritationen des Alltags bewirkt und Spuren hinterlassen.

Auf ewig vergänglich. Vergängliche Schönheit gestalten
2014, Georg Kolbe Museum (Ausstellung „Vanitas“) und Stadtmuseum Berlin (Nikolaikirche)
Kooperation mit Jugend im Museum e.V.
Vanitas, Vergänglichkeit, memento mori - Jugendliche erschlossen sich die Bildsprache zeitgenössischer Werke, verglichen sie mit der Symbolik barocker Grabsteine und entwickelten „Vergänglichkeitsprojekte“. Installationen aus flüchtigen Materialien wie Blättern, Wachs, Kohle, Papier und Sand überließen sie im Museumsgarten der Witterung und Einwirkung der Besucher. Begleitend zur Ausstellung spiegelten ihre Interventionen den Zerfall und das Nachdenken über den Ewigkeitsanspruch der Institution Museum wider.

Kunsttransporter
2013, Schulkooperation
gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
18 Schülerinnen haben nicht nur die Alten Meister der Gemäldegalerie untersucht, sondern auch Schaufenster- und Rauminszenierungen der Potsdamer Platz Arkaden. Im Prozess des vergleichenden Sehens haben sie die kunsthistorische Beobachtung geschult und diese auf einen alltäglichen Bereich übertragen. Im Anschluss haben sie „Kunst transportiert“ - sie haben ihre Interpretation der Gemälde als „lebende Bilder“ in der Shoppingmall dargestellt.

Ein Denkmal kriegt was auf die Mütze!
2013, Schulkooperation mit dem Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf
gefördert vom Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung
Das Kriegerdenkmal Alt-Biesdorf ist Gegenstand von Debatten. Immer wieder wird eine Rekonstruktion von Kugel und Adler auf der Spitze des Obelisken gefordert. Das konnten sich die Schüler des Otto-Nagel-Gymnasiums heute nicht mehr vorstellen. Nach eingehender bildhistorischer Analyse haben sie das Fehlen der Symbole als Spielfeld für visuelle Neudeutungen genutzt und eigene künstlerische Aussagen auf dem Denkmal entworfen.

Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin