kritische berichte.

Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften
Mitteilungsorgan des Ulmer Vereins - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

Heft 4.2019

Kunst ist Design ist Kunst. Relationen von angewandt und autonom

Anna Grosskopf / Kathrin Rottmann
Kunst ist Design ist Kunst. Relationen von angewandt und autonom (Editorial)
Philipp Zitzlsperger
Über die Hierarchie der Sinne. Das Begreifen des Designs als Stigmatisierung
Anna-Sophie Laug "Das ganze Leben soll zu einer großen gleichwerthigen Kunst werden." Angewandte Kunst um 1900 zwischen Neubewertung und Autonomisierung
Alexandra Panzert Zwischen 'freier' und 'angewandter' Kunst: die Vereinigten Staatsschulen Berlin, die Kölner Werkschulen und das Bauhaus auf dem Weg zur Designausbildung
Tobias Hoffmann Von der Kunst zum Design. Die Positionen von Gropius und Meyer am Bauhaus
Martin Hartung Kollaboration: public art und real estate. Scott Burton und das 'Verschwinden' der Kunst in den 1980er Jahren
Pamela C. Scorzin Kunst als ästhetisches Konsumgut: Louis Vuitton x Jeff Koons



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CFP: kritische berichte, Heft 1.2021: Rahmen und Rahmungen als Ornament

Call for Papers

Deadline: 20.1.2020

kritische berichte

1.2021: "Rahmen und Rahmungen als Ornament. Die Bildlichkeit von rahmendem Beiwerk in den Bildkünsten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit"

Rahmen strukturieren, verzieren, konstituieren und kommentieren Bilder und sind zugleich selbst Orte von Bildern. Ob abstrakt, geometrisch, organisch oder figurativ – gerade im rahmenden Ornament sind in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bildwerken komplexe und faszinierende Phänomene von Bildlichkeit zu beobachten. Von solchen Rahmen und Rahmungen ausgehend will sich das Heft 1/2021 der kritischen berichte dem Thema des rahmenden Beiwerks und dessen Bildlichkeit in der Vormoderne widmen.
Neuere Forschungsansätze zu Phänomenen peripherer Bildlichkeit (wie bspw. Körner/Möseneder 2010; Degler 2015; Necipoğlu/Payne 2016; Augart 2018; Conrad/Wagner 2018) sollen fortführend diskutiert werden. Zum einen interessiert die Frage nach dem Rahmen als Ort von Bildern: Welche ganz eigene Bildlichkeit liegt dem rahmenden Ornament inne? Bieten die ‚Ränder‘ des Bildes größere künstlerische Freiheiten? Kann gerade im ornamentalen Teil des Bildes die ‚Hand‘ des/der KünstlerIn nachvollzogen und eine verstärkte künstlerische Reflexion sichtbar werden? Des Weiteren übt der Rahmen nicht selten in Verbindung mit dem Kultbild eine konstituierende Rolle aus: Kann ein Rahmen es legitimieren, ihm Authentizität oder Präsenz verleihen? Wie verhält sich der Rahmen zum Kernbild, wie schmückt er es, wie hebt er es überhaupt erst hervor? Ferner werden Rahmen zu Orten der Erzählung: Wie sind die Beziehungen zwischen ein- und umfassender Bilderzählung und Kernerzählung zu beschreiben? Daran anschließend: Welche Vorstellung von Zeitlichkeit vermittelt der Rahmen im Verhältnis zum Kernbild und in welchem Verhältnis steht das rahmende Ornament zu Bildgrund und -hintergrund? Wie wurde das Wort Rahmen (cadre, frame, cornice) in der frühen Kunstliteratur verwendet? Gibt es technische und handwerkliche Beschreibungen oder sogar theoretische Reflexionen zum rahmenden Beiwerk? Kann das rahmende Ornament eine Brücke zwischen den künstlerischen und auch philosophischen Disziplinen schlagen? Mit welchen neueren methodischen Ansätzen können Rahmenphänomene beschrieben werden?

Gesucht werden Textbeiträge – gerne auch von NachwuchswissenschaftlerInnen – die sich anhand dieser oder verwandter Fragen Phänomenen peripherer Bildlichkeit widmen. Durch prägnante Fallbeispiele, die sich der Bildhaftigkeit des Rahmens annehmen, soll das Wechselverhältnis von Bild und rahmendem Ornament genauer untersucht werden.

Exposé (max. 2000 Zeichen) mit kurzem Lebenslauf bitte bis zum 20.01.2020 in deutscher oder englischer Sprache an: anna.magnago.lampugnani@hhu.de und simone.westermann@uzh.ch.

Die Rückmeldung über die Annahme der Beiträge erfolgt Anfang Februar. Die Textbeiträge für das geplante Heft 1.2021 der kritischen berichte (25.000 Zeichen) sollen vorab auf einem Workshop im Mai 2020 in Düsseldorf vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden, die Kosten für Anreise und Unterbringung werden nach Möglichkeit übernommen.


Heft 3.2019

Figuren ästhetischer Fremdbestimmung

Julian Blunk, Katja Müller-Helle Figuren ästhetischer Fremdbestimmung. Künstlerische Zwangslagen zwischen Ohnmacht und Allmacht. Editorial
Philipp Zitzlsperger Autonomieästhetik – Prologmena zur Einheit von Freier und Angewandter Kunst bei Immanual Kant
Julian Blunk Sklavische Nachahmung versus Besessenheit. Ein Stimmenfang im 19. Jahrhundert
Anna Magnago Lampugniani Der Furor des Künstlers. Giorgio Vasaris Umgang mit einer ambivalenten Denkfigur
Antonia von Schöning Teslas Blitze. Zur Rolle der Imagination im Erfindungsprozess
Linn Burchert Inspiration und Exspiration. Atemsteuerung in künstlerischen Praktiken seit 1900
Katja Müller-Helle Digitale Bildzensur. Zur Einhegung der Kunst in der Digitalmoderne
Kerstin Meincke,
Kerstin Pinther
In memoriam: Bisi Silva (1963–2019)



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Heft 2.2019

Gemenge. Formen des Partikularen im Universellen

Anna Minta, Julia Rüdiger Gemenge. Formen des Partikularen im Universellen. Editorial
Lutz Robbers Was will das Volk? La Maison du Peuple
Marina O. M. Hertrampf Heterotope Gemengelagen: Fernand Pouillons Baukunst
Kartin Schwarz Konflikte, Konsens, Kompromiss: Interessengemenge beim UNESCO-Gebäude in Paris
Julia Rüdiger Bauen für die bosnische(n) Partikularität(en) im habsburgischen Vielvölkerstaat
Julia Allerstorfer The Blue Backgrounds. Der malerische Bildraum als hybrider Dritter Raum im Werk von Simin Keramati
Winfried Kuehn House of One. Drei Religionen. Ein Haus. Im Gespräch mit Anna Minta
Leo Zogmayer Gemeinschaft und Individuum. Im Gespräch über die Berliner St. Hedwigs-Kathedrale mit Anna Minta
Barbara Schedl Gemenge und architektonische Formen des Partikularen in benediktischer Tradition
Angelika Stercken A Short Half Century gegen die Blindheit. Zum Tod von Okwui Enwezor (1963-2019)


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Heft 1.2019

Retro/Future. Mediale Transformationen zwischen Nostalgie und Utopie

Henry Kaap, Yvonne Schweizer Retro/Future. Editorial...
Thomas Hensel Jüngeres Medium versus älteres Medium. Zur aemulativen Intermedialität des Computerspiels
Nina Gerlach Malerei und das Malerische im (post-)digitalen Zeitalter
Jennifer Rabe Moderne Amazone. Rubens´ Widmung und Lady Arundels Image in der Grafik der Amazonenschlacht von 1623
Matthias Weiß Gottesmutter oder Muttergötting, schwarz oder weiß? Oder: Warum sich Beyoncé Pregnant with Twins als Plädoyer für Verflechtungs-Kunst-Geschichten lesen lässt
Moritz Lampe Neue Bilder für neue Heilige. Eine postmortem Fotografie von Francesco de Federicis als Rechtsobjekt und Märtyrerikone
Urte Krass, Tino Jacobs Junger Papst vor alten Meistern. Zum Einsatz von Gemälden in Paolo Sorrentinos Fernsehserie The Young Pope



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Heft 4.2018

Industriefotografie

Eva Ehninger, Kathrin Rottmann, Änne Söll Editorial
Steffen Siegel Keinerlei Ansicht? Industriefotografie und Kulturindustrie bei Bertolt Brecht
Mira Anneli Naß Krupp´sche Panoramen als Sichtbarkeitsdispositiv. Visuelle Strategien der Narration von (industrieller) Macht
Peter H. Christensen Furtive Photographies of the Ruhrgebiet
Eva Ehninger Die Industrie der Fotografie. Arbeit als Bildproblem
Dennis Jelonnek Industriefotografie in der Fotografie-Industrie: Bilder der Polaroid Corporation, 1965-1974
Änne Söll "Das Ehrenkleid unserer Wehrmacht": Paul Wolffs Fotografien in den Werkstätten von Peek und Cloppenburg 1942
Kathrin Rottmann Industrialisierte Reproduktion? Campbells Suppenfabrik im Fortune-Magazin
Gisela Parak Renger-Patzschs Eisen und Stahl und die Sinnhaftigkeit der Industriearbeit
Annika Wienert Ruin porn, reconsidered. Oder. Zur Fotografie der Postindustrie
Norbert Schneider Nachruf auf Klaus Herding (27.12.1939-26.8.2018)



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