kritische berichte.

Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften
Mitteilungsorgan des Ulmer Vereins - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

 

 

Neuerscheinung

Heft 1.2026

Prekäre Karrieren! Unter welchen Bedingungen wollen wir arbeiten?
Herausgeber:innen: Karoline Künkler, Kathrin Rottmann

Im Jahr 2022 hat die AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft im Ulmer Verein eine Umfrage zu den Arbeitsbedingungen in kunstwissenschaftlichen Berufsfeldern durchgeführt und deren Ergebnisse 2024 veröffentlicht. Sie sind noch immer aktuell, da sich unsere Arbeitsbedingungen seither nicht verbessert haben. In Anlehnung an die Umfrageergebnisse erweitert das vorliegende Heft die Debatte, indem es möglichst verschiedene Perspektiven sichtbar macht – auch solche, die nicht Gegenstand der Umfrage waren. Neben der notwendigen Kritik liefern die Beiträge konkrete Lösungsvorschläge, wie unsere Arbeitsbedingungen unter den gegebenen Bedingungen direkt an den Institutionen verbessert werden können.

Inhalt

Karoline Künkler, Kathrin Rottmann Prekäre Karrieren – wie lange noch? Kultur- und Wissenschaftspolitik ist auch Arbeitspolitik!
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114324
Roland Kanz Kunstgeschichte und Beruf Ein Vierteljahrhundert später
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114326
Karoline Künkler Freiberuflich in der Kunstwissenschaft Eine Analyse mit Handlungsoptionen
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114327
Ruth Heftrig DSelbstbewusst selbstständig Freie im Deutschen Verband für Kunstgeschichte
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114328
Laura Windisch
Kunsthistoriker:innen in der freien Wirtschaft Arbeitsrealitäten und Herausforderungen'
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114329
Annika Büttner, Johannes Müller-Kissing Arbeitsbedingungen in der Denkmalpflege Best Practice aus Essen
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114330
Autonome AG studentischer Beschäftigter an Hochschulen Privilegiert prekarisiert – studentisch beschäftigt an Hochschulen
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114331
Franziska Kaun, Susanne Müller-Bechtel, Sarah Sigmund Lehrbeauftragte Einblicke in heterogene Beschäftigungsverhältnisse
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114333
Urs Neuger ‹Eigentlich ... ›. Prekäres von der Arbeit des Kunsthistorikers im Mittelbau
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114336
Henrike Haug, Kathrin Rottmann, Tobias Rosefeldt «Positiv sein, nach vorne blicken und Leute ermutigen, die mitmachen wollen.» Ein Interview zu Departmentstrukturen
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114337
Sarah Hegenbart, Emilia Krellmann, Anna-Jo Weier Neurechte Angriffe auf Kulturpolitik und Wissenschaft kontern Interview zur «Initiative Provenienzforschung stärken!»
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114338
Alessa K. Paluch Wer kann sich das leisten? Ein klassensensibler Blick auf die Debatte «Arbeitsbedingungen»
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114339
Luise Klonowski An die Arbeit! Kunsthistoriker:innen in Gewerkschaften
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114340
Debattenbeitrag  Klimagerechtigkeit
Hui Luan Tran, Maurice Saß Träumen auf dem Boden der Tatsachen Wie geht klimagerechte Kunstgeschichte? Gespräch mit David Ganz, Lilian Haberer, Kaja Ninnis und Miriam Szwast
https://doi.org/10.11588/kb.2026.1.114342

Neuererscheinung

Heft 4.2025

Antirassistische Kunstgeschichte
hg. v. Daniel Berndt, Nadine Jirka, Charlotte Matter, Rosa Sancarlo (CARAH – Collective for Anti-Racist Art History) und Henry Kaap

Das Heft soll einen Beitrag zur Entfaltung einer antirassistischen Kunstgeschichte leisten – allgemein als ein zentrales Anliegen für die Disziplin und spezifischer in Verantwortung gegenüber den historischen wie gegenwärtigen Konstellationen des europäischen und deutschsprachigen Kontextes. Die Beiträge und ihre unterschiedlichen methodischen Ansätze beleuchten Verflechtungen mit kolonialen Vergangenheiten ebenso wie gegenwärtige rassistische und diskriminierende Prägungen, die gesellschaftliche Wirklichkeit, Wissenschaft und Kunst gleichermaßen durchziehen. Dabei eröffnen sie Perspektiven auf Möglichkeiten kritischer Revision, solidarischer Wissensproduktion sowie ästhetischer und kuratorischer Praxis, die die bestehenden Machtverhältnisse sichtbar machen, befragen und transformieren wollen.

Inhalt

Daniel Berndt, Charlotte Matter, Rosa Sancarlo Editorial: Wege zu einer antirassistischen Kunstgeschichte
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113081
Jacqueline Francis, Camara Dia Holloway Working Towards a Critical Race Art History
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113082
Chanyoung Park Yellow Feelings. Emotional Racialized Encounters and Ornamental Subjectivity
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113083
Viviana Gravano Die ikonografischen Wurzeln des Rassismus in Italien
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113084
Fiona McGovern
"moving out of the ivory tower and into the workplace". Ein Kommentar zum Wiederabdruck von 'Working Women/Working Artists/Working Together'
Jeff Bowersox im Gespräch mit CARAH «Who Is This Black Man in a Prussian Spiked Helmet?» A Conversation with Jeff Bowersox from the Black Central European Studies Network
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113085
Susanne Huber Ungesetzte Sperrfrist. Überlegungen zu situierter Körpergeschichtlichkeit in James Gregory Atkinsons Zeitkapseln
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113086
Gürsoy Doğtaş «...who’s afraid of red, yellow and blue?» Augenarbeit in der Fabrik
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113088
Daniel Berndt Antirassismus in der DDR – zwischen Ideal, Bildpolitik und Realität
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113088
Tasnim Baghdadi, Eric Otieno Sumba und Marilyn Umurungi im Gespräch mit Charlotte Matter «Ich sehe Dich und ich sorge mich um Dich» Museen und antirassistische Praktiken
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113090
Larissa Tiki Mbassi Why Does a Plaque at the Espace Tilo Frey Still Mention Louis Agassiz? Detouring as a Methodological Tool to Reveal Diverting Tactics, p. 103-111
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113091
Debattenbeitrag Kunstgeschichte mit links: Zu Vergangenheit und Zukunft der kritischen Kunstwissenschaften
AG Kunstgeschichte mit links (Irene Below, Katja Bernhardt, Henrike Haug, Andreas Huth, Fiona McGovern) Präteritum und Präsens, gern Imperfekt und natürlich Futur. Zugänge zur Kunstgeschichte mit links
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113093
 Nachruf  
 Karin Gludovatz Nachruf auf Daniela Hammer-Tugendhat (1946–2025)
https://doi.org/10.11588/kb.2025.4.113759

 


Neuerscheinung

Heft 3.2025

Intersektionalität und Ausstellungsgeschichte / Intersectionality and Exhibition History
hg. v. Maria Bremer und Isabelle Lindermann

Das Heft knüpft an die Konjunkturen des Intersektionalitätsbegriffs an und fragt, inwiefern dieser als sozialhistorisch fundiertes Konzept nicht nur gegenwartsbezogen verstanden, sondern auch rückblickend auf Kunstausstellungen angewendet werden kann – als ein produktives Werkzeug der Ausstellungsgeschichte. Intersektionalität bezeichnet im Ausstellungsmodus sowohl das Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen als auch Strategien zu deren Sichtbarmachung und Überwindung. Kann deren Berücksichtigung in der Analyse etablierte Ausstellungsgeschichten infrage stellen und zugleich der Tendenz zur Partikularisierung dieses kunsthistorischen Arbeitsbereichs entlang singulärer Identifikationskategorien entgegenwirken?

Inhalt

Maria Bremer / Isabelle Lindermann (Hg.) Editorial: Intersektionalität und Ausstellungsgeschichte
https://doi.org/10.11588/kb.2025.3.111512
Maria Bremer / Isabelle Lindermann (ed.) Editorial: Intersectionality and Exhibition History
Jeannine Tang
Intersectionality by Other Means. Jeannine Tang in Conversation with Maria Bremer and Isabelle Lindermann
Lucy R. Lippard / Candace Hill-Montgomery
Working Women/Working Artists/Working Together
Fiona McGovern
"moving out of the ivory tower and into the workplace". Ein Kommentar zum Wiederabdruck von 'Working Women/Working Artists/Working Together'
Clarissa Ricci
1970s Feminisms at the Venice Biennale
Carina Engelke
Intersektionalität im Modus künstlerisch-kuratorischer Kollektivität? Die Ausstellungsreihe Events des New Museum in New York (1980–1983)
Silvia Maria Sara Cammarata
The Exhibition as a Critical Tool: Guerrilla Girls’ Practices between Activism and Institution since 1985
Shirin Graf
Die Ausstellung One Day We Shall Celebrate Again: RomaMoMA bei der documenta fifteen (2022) – intersektional gelesen
Debattenbeitrag Kunstgeschichte mit links: Zu Vergangenheit und Zukunft der kritischen Kunstwissenschaften
Irene Below / Isabelle Lindermann / Fiona McGovern
Kunstvermittlung und Ausstellungspraxis. Auf der Suche nach einer emanzipatorischen Kunstgeschichte nach 1967
Irene Below im Gespräch mit Isabelle Lindermann und Fiona McGovern, AG Kunstgeschichte mit links
   

 


Neuerscheinung

Heft 2.2025

Wohnen mit Klasse
hg. v. Amelie Ochs und Rosanna Umbach

Wohnen und Klasse sind untrennbar miteinander verbunden. Die Beiträge des Heftes analysieren diese Verbindung mit Blick auf Wohnbilder in Fotografie, Film, Zeitschriften, Architektur(debatten) und auf Social Media und diskutieren, wie darin Klassenverhältnisse sichtbar und unsichtbar gemacht werden. Die Debatte zum Thema Kunstgeschichte mit links wird in einem Gespräch unter dem Titel «Kunstgeschichte ist immer politisch» fortgeführt und durch zwei Nachrufe auf das kunsthistorische Institut in Osnabrück ergänzt.

Inhalt

Amerlie Ochs / Rosanna Umbach (Hg.)  Wohnen mit Klasse. Editorial
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110092
Jorun Jensen / Christiane Keim Un/sichtbare Klassenverhältnisse im Neuen Bauen. Jorun Jensen und Christiane Keim im Gespräch mit den Herausgeberinnen 
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110093
Valentin J. Hemberger (K)Eine Revolution im Alltag. Darstellung und Aushandlung proletarischen Wohnens in ausgewählten kommunistischen Zeitschriften der Weimarer Republik 
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110094
Sophie Eisenried Revolution begins at home oder: Über die Möglichkeit einer intersektionalen Kritik des Wohnens 
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110095
Gabu Heindl / Nina Manz Klasse Eigentumswohnung. Vermögensungleichheiten in der kritischen Wohnraumforschung 
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110096
Friederike Nastold / Barbara Paul Souterrain, Villa und Treppen. Klassenübergänge, Affekte und Hemi-Parasitäres in Bong Joon-hos Parasite (2019) 
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110097
Philipp Hagemann / Alexander Wagner Klassenräume. Begriffsarbeit am ‹Wohnen›
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110099
Bernadette Krejs Wohnen und Klasse auf Social Media: neue Werte- und Ästhetikgemeinschaften 
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110100
Matthias Noell Architekturtheorie und Klassismus. Anmerkungen zu einem Forschungsdesiderat
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110102
Debattenbeitrag Kunstgeschichte mit links: Zu Vergangenheit und Zukunft der kritischen Kunstwissenschaften
Charlotte Püttmann / Hannah Rhein / Henrike Haug / Andreas Huth Kunstgeschichte ist immer politisch. Charlotte Püttmann / Hannah Rhein (AG edk) im Gespräch mit Henrike Haug und Andreas Huth (AG Kunstgeschichte mit links)
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110104
Nachruf  
Martin Papenbrock Kunstgeschichte in Osnabrück. Die frühen Jahre
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110106
Kirsten Lee Bierbaum Blick zurück auf die Schließung des Kunsthistorischen Instituts in Osnabrück
https://doi.org/10.11588/kb.2025.2.110107

Neuerscheinung

Heft 1.2025

Digitale Genres
hg. v. Jan von Brevern und Julian Blunk

Digitale Distributionsplattformen und Social Media lassen Gattungen verschwinden, bringen neue hervor und verändern deren Funktion radikal. Mit Bezug auf aktuelle Gattungstheorien untersuchen die Beiträge in diesem Heft, wie TikTok und Instagram neue Diskursformen und -gemeinschaften produzieren, was digitale Ausstellungen sind, wie Podcasts juristisch intervenieren und warum sich die Gegenwartskunst für TV-Genres interessiert. Gegen die modernistische These vom Obsoletwerden der Gattungen gerichtet, fragt das Heft damit ausdrücklich nach den sozialen, ästhetischen und epistemischen Potenzialen von Gattungen und Genres in der digitalen Gegenwart.

Inhalt

Jan von Brevern, Julian Blunk (Hg.)  
Jan von Brevern Die Persistenz der Gattungen. Editorial
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108542
Julius Schwarzwälder Verlaufende Verbindlichkeit. Mikrogenres auf TikTok
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108544
Manuela Klaut Das Gesetz als Genre. Digitale Orte der unterhaltsamen Gerichtsbarkeit
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108545
Lukas Töpfer Web-Site-Specificity. Zur Medien- und Ortsspezifik der digitalen Ausstellung
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108546
Dennis Jelonnek Gespräch vor digitalen Bildern. Sammlungs-Interieurs auf Instagram
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108547
Tobias Ertl Der Weltgeist als Horror-Mystery-Sci-Fi-Thriller. Soziale Differenzierung und kapitalistische Totalität in Melanie Gilligans Video-Serie Popular Unrest (2010)
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108548
Debattenbeitrag Kunstgeschichte mit links: Zu Vergangenheit und Zukunft der kritischen Kunstwissenschaften
Silke Wenk / Henrike Haug / Andreas Huth “Da habe ich dann gedacht: Jetzt reicht es”: Silke Wenk im Gespräch mit Henrike Haug und Andreas Huth, AG Kunstgeschichte mit links im Ulmer Verein
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108549
Nachruf  
Philipp Zitzlsperger Nachruf auf Jörg Trempler (1970-2024)
https://doi.org/10.11588/kb.2025.1.108550


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