Aktuelles

CfP

Call for Papers, Tagung: Politische Ikonologie. Geschichte und Zukunft der Bildkritik, 26.-28. November 2020

Eingabefrist: 29. Februar 2020

Die Forschungskooperation „Kritikgeschichte“ des Politikwissenschaftlichen Instituts der Philipps-Universität Marburg/Portal Ideengeschichte und des Instituts für Sozialforschung, Frankfurt am Main, organisieren die Tagung Politische Ikonologie. Geschichte und Zukunft der Bildkritik.

1970, vor 50 Jahren, löste die von Martin Warnke (gest. 2019) organisierte und geleitete Sektion Das Kunstwerk zwischen Wissenschaft und Weltanschauung auf dem 12. Deutschen Kunsthistorikertag in Köln heftige Diskussionen über die Geschichte und die Zukunft der Kunstgeschichte aus. Die Sektion provozierte durch die wissenschaftsgeschichtliche Aufdeckung der Nähe deutscher Kunsthistoriker zum Nationalsozialismus. Zudem versammelte Warnke Stimmen der soziologischen und ideologiekritischen Kunst- und Bildforschung, die sich bereits auf dem 11. Kunsthistorikertag 1968 zu Wort gemeldet hatten. Warnkes einschlägiges Referat über kunsthistorische Populärliteratur war sogar ursprünglich dem „fachfremden“ Soziologen und Vertreter der Frankfurter Schule Heinz Maus zugedacht. Mit der politischen Kunst- und Bildforschung als politischer Ikonographie verbinden sich Interdisziplinarität, kritische kulturwissenschaftliche Fragestellungen und die wissenschaftsgeschichtliche Selbsterforschung. Diese Elemente sind seit Köln Faktoren der modernen Kunstgeschichte.

Der 50. Jahrestag der Kölner Sektion gibt 1.) Anlass zum Rückblick auf dieses spektakuläre Ereignis und dessen Kontext. Mit der Gründung des Ulmer Vereins 1968 und der Berufung Martin Warnkes an das Kunsthistorische Institut der Philipps-Universität Marburg 1971 beginnt die Institutionalisierung dieser neuen, mit der modernen Soziologie und Sozialtheorie im Austausch stehenden Kunstgeschichte an Universitäten und Museen in der Bundesrepublik. Deren Geschichte wird von der politischen Kunstgeschichte mitgestaltet, umgekehrt sind deren Wandlungen und verschiedenen Ausrichtungen an Standorten wie
Hamburg, Frankfurt am Main und Marburg Reaktionen auf politische und soziokulturelle Transformationen. Die Geschichte der politischen Kunst- und Bildforschung in der Bundesrepublik ist eine Wissenschaftsgeschichte der Kunstgeschichte, zugleich aber auch eine Kultur- und Ideengeschichte der Bundesrepublik.

Mit der politischen Ikonographie steht die Kunstsoziologie im Zusammenhang und auch die Entstehung der Medienwissenschaft als wissenschaftlicher Disziplin in der Bundesrepublik ab Anfang der 1970er Jahre. Was in den 1990er Jahren mit dem „iconic turn“ als „Rahmenerweiterung“ der Kunstgeschichte gefordert wurde, setzte die Impulse der Sektion Das Kunstwerk zwischen Wissenschaft und Weltanschauung fort. Die Geschichte der politischen Kunst- und Bildforschung in der Bundesrepublik berührt auch 2.) die Ideengeschichte der Bildwissenschaft.

Neben der Historiographie des Faches Kunstgeschichte lässt die Kölner Sektion von 1970 auch 3.) nach den aktuellen Herausforderungen der politischen Ikonographie fragen; dazu gehört vor allem die politische Erforschung digitaler Bilder. Digitalisierung bedeutet für die Ikonographie neue Perspektiven der Speicherung und des Vergleichens von Bildern mittels Datenbanken sowie die Herausforderung durch die Besonderheiten digitaler Bildwelten und durch politische Bilderkämpfe im Netz, etwa durch Memes. Als fortgesetzter „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ – diese Analyse von Jürgen Habermas wurde seit ihrer Veröffentlichung 1962 zu einem wiederkehrenden Bezugspunkt Martin Warnkes – sind die Formen und Transformationen visueller Kommunikation durch die Digitalisierung auch eine Erinnerung an den mediengeschichtlichen Aspekt der politischen Ikonographie. Deren Leistung bestand – etwa durch Warnkes Forschungen über „Luthers Image“ – in der Rückspiegelung moderner medienwissenschaftlicher Erkenntnisse auf frühere Epochen der Kunstgeschichte und umgekehrt in der Aktivierung des Wissens der Kunstgeschichte zur Erhellung von Konflikten der Gegenwart.

Im Gedenken an Martin Warnke und Klaus Herding soll die Konferenz auch die infrastrukturellen und organisatorischen Fragen der archivalischen Erforschung
kunsthistorischer Lebenswerke ins Auge fassen. Kunsthistorikernachlässe sind insofern komplexe archivalische Gegenstände, als sie neben Manuskripten und Publikationen immer auch sehr divergente persönliche Bildsammlungen umfassen. Als Reproduktionen in Kunstbüchern, als Ausschnitte aus Zeitungen, als Postkarten, Poster oder Schallplatten-Covers, als Autorenfotografien, als Dias oder auch als digitaler Datensatz verkörpern Bilder in Nachlässen von Kunsthistorikern deren Arbeitsweise und Interessenschwerpunkte. Für die Rekonstruktion, Kontextualisierung und Kontinuität der Argumente und Ideen eines Wissenschaftlers ist die Aufarbeitung dieser „instrumentellen“ Bilder zentral. Digitale Archivierungen ermöglichen die adäquate Darstellung und Sicherung dieser Bildarbeit. Die Konferenz diskutiert daher auch 4.) aktuelle Projekte und Perspektiven der kunsthistorischen Digital Humanities.

Zu den genannten Schwerpunkten „Historiographie(n) der Politischen Ikonographie“, „Politische Bildwissenschaft?“, „Politische Ikonologie der Gegenwart“ sowie „Digital Humanities und politische Ikonologie“ nehmen wir Abstracts (ca. 1000 Zeichen) bis zum 29. Februar 2020 unter ideenportal@uni-marburg.de entgegen.

Museumseintritte

UV-Mitglieder erhalten neu freien Eintritt in das Museum Humpis-Quartier in Ravensburg. Wir danken der Direktorin Sabine Mücke für ihre Initiative. Weitere Vergünstigungen für unsere Mitglieder finden sich hier.


Neuerscheinung

kritische berichte Heft 4.2019

Kunst ist Design ist Kunst. Relationen von angewandt und autonom

Anna Grosskopf / Kathrin Rottmann
Kunst ist Design ist Kunst. Relationen von angewandt und autonom (Editorial)
Philipp Zitzlsperger
Über die Hierarchie der Sinne. Das Begreifen des Designs als Stigmatisierung
Anna-Sophie Laug "Das ganze Leben soll zu einer großen gleichwerthigen Kunst werden." Angewandte Kunst um 1900 zwischen Neubewertung und Autonomisierung
Alexandra Panzert Zwischen 'freier' und 'angewandter' Kunst: die Vereinigten Staatsschulen Berlin, die Kölner Werkschulen und das Bauhaus auf dem Weg zur Designausbildung
Tobias Hoffmann Von der Kunst zum Design. Die Positionen von Gropius und Meyer am Bauhaus
Martin Hartung Kollaboration: public art und real estate. Scott Burton und das 'Verschwinden' der Kunst in den 1980er Jahren
Pamela C. Scorzin Kunst als ästhetisches Konsumgut: Louis Vuitton x Jeff Koons



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Call for Papers

CFP: Rahmen und Rahmungen als Ornament, kb 1.2021

Deadline: 20.1.2020

kritische berichte 1.2021: Rahmen und Rahmungen als Ornament. Die Bildlichkeit von rahmendem Beiwerk in den Bildkünsten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Rahmen strukturieren, verzieren, konstituieren und kommentieren Bilder und sind zugleich selbst Orte von Bildern. Ob abstrakt, geometrisch, organisch oder figurativ – gerade im rahmenden Ornament sind in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bildwerken komplexe und faszinierende Phänomene von Bildlichkeit zu beobachten. Von solchen Rahmen und Rahmungen ausgehend will sich das Heft 1/2021 der kritischen berichte dem Thema des rahmenden Beiwerks und dessen Bildlichkeit in der Vormoderne widmen.
Neuere Forschungsansätze zu Phänomenen peripherer Bildlichkeit (wie bspw. Körner/Möseneder 2010; Degler 2015; Necipoğlu/Payne 2016; Augart 2018; Conrad/Wagner 2018) sollen fortführend diskutiert werden. Zum einen interessiert die Frage nach dem Rahmen als Ort von Bildern: Welche ganz eigene Bildlichkeit liegt dem rahmenden Ornament inne? Bieten die ‚Ränder‘ des Bildes größere künstlerische Freiheiten? Kann gerade im ornamentalen Teil des Bildes die ‚Hand‘ des/der KünstlerIn nachvollzogen und eine verstärkte künstlerische Reflexion sichtbar werden? Des Weiteren übt der Rahmen nicht selten in Verbindung mit dem Kultbild eine konstituierende Rolle aus: Kann ein Rahmen es legitimieren, ihm Authentizität oder Präsenz verleihen? Wie verhält sich der Rahmen zum Kernbild, wie schmückt er es, wie hebt er es überhaupt erst hervor? Ferner werden Rahmen zu Orten der Erzählung: Wie sind die Beziehungen zwischen ein- und umfassender Bilderzählung und Kernerzählung zu beschreiben? Daran anschließend: Welche Vorstellung von Zeitlichkeit vermittelt der Rahmen im Verhältnis zum Kernbild und in welchem Verhältnis steht das rahmende Ornament zu Bildgrund und -hintergrund? Wie wurde das Wort Rahmen (cadre, frame, cornice) in der frühen Kunstliteratur verwendet? Gibt es technische und handwerkliche Beschreibungen oder sogar theoretische Reflexionen zum rahmenden Beiwerk? Kann das rahmende Ornament eine Brücke zwischen den künstlerischen und auch philosophischen Disziplinen schlagen? Mit welchen neueren methodischen Ansätzen können Rahmenphänomene beschrieben werden?

Gesucht werden Textbeiträge – gerne auch von NachwuchswissenschaftlerInnen – die sich anhand dieser oder verwandter Fragen Phänomenen peripherer Bildlichkeit widmen. Durch prägnante Fallbeispiele, die sich der Bildhaftigkeit des Rahmens annehmen, soll das Wechselverhältnis von Bild und rahmendem Ornament genauer untersucht werden.

Exposé (max. 2000 Zeichen) mit kurzem Lebenslauf bitte bis zum 20.01.2020 in deutscher oder englischer Sprache an: anna.magnago.lampugnani@hhu.de und simone.westermann@uzh.ch.

Die Rückmeldung über die Annahme der Beiträge erfolgt Anfang Februar. Die Textbeiträge für das geplante Heft 1.2021 der kritischen berichte (25.000 Zeichen) sollen vorab auf einem Workshop im Mai 2020 in Düsseldorf vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden, die Kosten für Anreise und Unterbringung werden nach Möglichkeit übernommen.

1937-2019

Martin Warnke

Im Dezember 2019 verstarb mit Martin Warnke ein langjähriges Mitglied, ein Unterstützer, aber auch ein geschätzter Kritiker des Ulmer Vereins. Wir sind über die Nachricht von seinem Tod sehr bestürzt. Das Fach und insbesondere eine politisch engagierte, kritische Kunstgeschichte verdankt Warnke maßgebliche Initiativen und zentrale Publikationen. Sein inhaltliches Erbe ist uns Vorbild und Auftrag.

In Heft 1.2020 der kritischen berichte wird ein Nachruf erscheinen.

Solidaritätserklärung

"Frist ist und bleibt Frust". Gründung einer AG

Frist ist und bleibt Frust. Für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft (1.12.2019)

Der Ulmer Verein solidarisiert sich mit den kürzlich publizierten Forderungen der Hamburger Mittelbau-Initiative (https://www.mittelbau-hamburg.de/stellungnahme-der-mittelbauinitiative-hamburg-frist-ist-und-bleibt-frust/) nach einer deutlichen Verbesserung der Situation des wissenschaftlichen Personals an den Hochschulen: Ihre Forderungen sind unsere Forderungen.
 
Wie nicht zuletzt die Frist ist Frust-Kampagne gezeigt hat, herrscht an den Hochschulen angesichts der Arbeitsbedingungen für Wissenschaftler*innen eine breite Unzufriedenheit. Als empörend empfinden wir daher die „Bayreuther Erklärung“ der Unikanzler*innen, in der zur Sicherung des Status Quo gezielt zentrale Aufgaben der Hochschulen ausgeblendet werden. Mit der langfristigen Planungssicherheit, die der neue Hochschulpakt ermöglicht, können und müssen endlich die dringend notwendigen Entfristungen umgesetzt und die fehlenden Dauerstellen für Daueraufgaben in Lehre und Forschung geschaffen werden.

Das bestätigen uns auch die intensiven Debatten über die prekären Arbeitsbedingungen von Kunsthistoriker*innen an Universitäten, Forschungsinstituten und Museen, die wir am vorletzten Wochenende auf einem gemeinsam mit dem Arbeitskreis Provenienzforschung veranstalteten Workshop an der TU Berlin geführt haben.

Um selbst mehr zur Verbesserung der Situation beizutragen, haben wir die Gründung einer bundesweiten Arbeitsgruppe beschlossen. Die AG hat folgende Ziele:
- die Betroffenen zu organisieren
- eine Vernetzung innerhalb unserer Berufsgruppe schaffen
- eine Untersuchung der Situation (u. a. Erhebung von Daten durch Fragebögen) durchzuführen, um die notwendigen Auseinandersetzungen auf der Basis konkreter Zahlen führen zu können
- Veranstaltungen vor Ort organisieren – zur Diskussion der Untersuchungsergebnisse und von Lösungsansätzen zur Aktivierung der Betroffenen
- den Austausch mit den Gewerkschaften und anderen Initiativen gegen prekäre Arbeitsbedingungen suchen
- einen Katalogs mit Forderungen und Vorschlägen erarbeiten.

Die Arbeitsgruppe wird sich Anfang nächsten Jahres konstituieren. Interessierte und vor allem engagierte Mitstreiter*innen sind willkommen! Wir wünschen unseren Hamburger Kolleg*innen – und allen anderen Initiativen gegen Prekarisierung – viel Erfolg.

Mit dieser Notiz launcht der UV übrigens seine Academia-Seite und ist künftig erreich- und folgbar unter: 
https://independent.academia.edu/UlmerVereinVerbandfürKunstundKulturwissenschafteneV

Call for Collaborators

Wir möchten unsere Mitglieder auf eine Mitteilung aufmerksam machen, die im Nachgang zur von Birte Kleine-Benne organisierten Tagung Dispositiv-Erkundungen, jetzt veröffentlicht wurde. Darin laden die Referent*innen der Tagung zur Diskussion und zur Mitarbeit ein: https://bkb.eyes2k.net/2019_Dispositiv-Erkundungen_Mitteilung-Statement.pdf. Die Debatten der Tagung münden in eine vom Ulmer Verein geförderte open access-Publikation.
 

1945-2019

Norbert Schneider

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Mitglied Norbert Schneider. Er war dem Ulmer Verein sowie den kritischen berichten als Autor und darüber hinaus seit Jahren als Fachbeirat tief verbunden. Sein Intellekt, seine Stimme und sein Engagement für eine kritische Kunstgeschichte werden uns und dem Fach fehlen. 

In Heft 1.2020 der kritischen berichte werden wir dem Verstorbenen gedenken.


Workshop am 23. November 2019

Forschung gestalten! Arbeitsbedingungen und Berufsperspektiven für eine nachhaltige Kunstgeschichte

Samstag, 23. November 2019, 14.00-18.00 Uhr
TU Berlin, Architekturgebäude, Raum A 060

Der Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V. und der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. möchten in einem gemeinsam veranstalteten Workshop zu den aktuellen Debatten rund um die Befristung von Stellen in den geistes- bzw. den kulturwissenschaftlichen Bereichen Bezug nehmen. Auch unsere Mitglieder sind im Hochschulbereich, ebenso wie an Museen, Bibliotheken, Archiven oder anderweitigen Forschungseinrichtungen von permanenten Stellenbefristungen nicht zuletzt durch Drittmittel- oder Projektverträge betroffen.

Die Dringlichkeit zur Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen im Bereich der Geisteswissenschaften sehen wir nicht nur vor dem Hintergrund des im Mai 2019 verabschiedeten Hochschulpakts und der Kampagne „Frist ist Frust“. Wir möchten uns vielmehr aktiv in die Diskussion über teils prekäre Anstellungsverhältnisse einbringen und im Rahmen des Workshops Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume erörtern um für die Optimierung der Arbeitsbedingungen in den kunst- und kulturhistorischen Berufen einzutreten.

Neben der persönlichen Situation der Betroffenen und der Problematik der Nachwuchsförderung, sollen auch Fragen nach der damit einhergehenden Transformation des Wissenschaftsbetriebs im Vordergrund stehen. Die im Rahmen der aktuellen Medienberichterstattung (z.B. zur Provenienzforschung) oder den geistes- und kulturwissenschaftlichen Debatten (z.B. zur Digitalisierung) geforderte effiziente, transparente und vor allem nachhaltige Vernetzung und Verschränkung von Forschung und Wissen, spiegelt sich im Bereich des Forschungs- und Stellenmanagements kaum wieder. In der Praxis kämpfen Forscher*innen mit aufwendiger Drittmitteleinwerbung, eindimensionalen Förderzuschnitten, kurzfristiger und -sichtiger Projektplanung sowie akutem Personalmangel – auch in den kulturwahrenden Einrichtungen.

Welche Implikationen hat diese Entwicklung auf methodische Grundlagen und Paradigmen und auf die Nachhaltigkeit von kunst- und kulturhistorischer Forschungsarbeit? Wir möchten mit dem Workshop eine Debatte, die in diesem Fach nicht zum ersten Mal geführt wird, aktiv weiterbetreiben und die damit verbundenen wissenschaftspolitischen Herausforderungen ernst nehmen.

Programm

14.00 Uhr

Begrüßung und Einführung (Meike Hopp – Arbeitskreis Provenienzforschung /Andreas Huth, Franziska Lampe – Ulmer Verein)

14.15-15.30 Uhr       

Panel 1: Perspektiven aus der Hochschulforschung – Reformen für die Wissenschaft
Moderation: Andreas Huth und Franziska Lampe

Henrike Haug (TU Dortmund): „Fluktuationen. Zur Situation von befristeten Kunsthistoriker*innen an den Universitäten“

Kristina Musholt (Universität Leipzig): „Nachhaltige Forschung braucht nachhaltige Personalentwicklung: Vorteile der Departmentstruktur im Vergleich zum Lehrstuhlsystem“

Martin Grund (Wissenschaftsforum Mitteldeutschland): „Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft – Reformerfolge und -potentiale“

15.30-16.00 Uhr

Kaffeepause

16.00-17.00 Uhr

Panel 2: Nachhaltigkeit von Forschungsprojekten und digitale Transformation von Wissen – Risiken und Potenziale
Moderation: Meike Hopp und Carolin Lange

Mit Diskussionsbeiträgen von Petra Gehring (TU Darmstadt) und Ute Haug (Hamburger Kunsthalle)

17.00-17.15 Uhr

Pause

17.15-18.00 Uhr

Schlussrunde: Zusammenführen der Ergebnisse und gemeinsame Erklärung
Moderation: Carolin Lange, Yvonne Schweizer, Ann-Kathrin Hubrich 



Zur Stellungnahme der ehemaligen Herausgeber*innen der ZfK

Solidaritätsnotiz des Vorstands des UV und der Redaktion der kritischen berichte

Mit der folgenden Erklärung solidarisieren sich der Vorstand des Ulmer Vereins und die Redaktion der kritischen Berichte mit den zurückgetretenen Herausgeber*innen der Zeitschrift für Kunstgeschichte und wünschen ihrem neuen Projekt viel Erfolg (https://21-inquiries.eu):

Mit großer Bestürzung nehmen wir die Nachricht zur Kenntnis, dass die bisherigen Herausgeber*innen der Zeitschrift für Kunstgeschichte Ende 2019 ihre Arbeit niederlegen werden. Das engagierte Team hat das Journal mit dem Relaunch im Jahr 2015 inhaltlich wie strukturell erneuert. Nun müssen wir erfahren, dass diese Arbeit unter dem bestehenden Titel und im jetzigen Verlag nicht weitergeführt werden kann. Damit droht einem der renommiertesten Fachmedien unserer Disziplin das Aus.

In ihrer Stellungnahme (https://21-inquiries.eu/) geben die Herausgeber*innen bekannt, dass sie die Zeitschrift eigentlich ab 2020 im Gold Open Access sowie ohne Article Processing Charges (APC) erscheinen lassen wollten. Eine Entscheidung für Gold Open Access hätte den freien und transparenten Zugang zu Forschungsergebnissen gewährleistet, der Verzicht auf APCs hätte den Autor*innen der ZfK auch weiterhin die Publikation von wissenschaftlichen Beiträgen gegen Bezahlung erspart. APCs stellen wegen des in unserem Fach oft notwendigen Kaufs von Bildrechten eine empfindliche finanzielle Belastung dar. Die Auseinandersetzungen und das Scheitern der Verhandlungen mit dem Verlag in diesen Punkten, die allgemeine Fragen zur wissenschaftlichen Publikationsfreiheit und damit uns alle betreffen, sind ein herber Rückschlag in der Diskussion um die Zukunft der für den wissenschaflichen Austausch und die Vermittlung von Forschungsergebnissen notwendigen Medien.

Die Frage, wie und in welcher Form heute und in naher Zukunft wissenschaftlich kommuniziert und publiziert werden kann, ist auch für den Ulmer Verein als Herausgeber und die Redakteur*innen der Zeitschrift kritische berichte von großem Interesse. Deshalb begrüßen wir das neue Projekt 21: Inquiries into Art, History, and the Visual – Beiträge zur Kunstgeschichte und visuellen Kultur und wünschen Beate Fricke, Ursula Frohne, Johannes Grave und Michael F. Zimmermann sowie den Mitgründer*innen Karen Lang und Avinoam Shalem gutes Gelingen.

September 2019

Henrike Haug, Ann-Kathrin Hubrich, Andreas Huth, Franziska Lampe, Yvonne Schweizer (Vorstand Ulmer Verein)

Julian Blunk, Henry Kaap, Regine Heß, Anna Minta, Kathrin Rottmann (Redaktion kritische berichte

Bewilligung DFG-Netzwerk

AG Kunsthistorikerinnen vor 1970: Wege – Methoden – Kritiken

Der Ulmer Verein gratuliert den Mitgliedern der AG "Kunsthistorikerinnen vor 1970: Wege - Methoden - Kritiken" für die erfolgreiche Beantragung eines DFG-Netzwerks. Das Netzwerk beginnt ab Herbst 2019 mit einer Laufzeit von 3 Jahren und ist am Institut für Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt. Die Mitglieder des Netzwerks sind:
 
Leonie Beiersdorf, Karlsruhe
Lynn Busch, Bochum
Lee Chichester, Berlin
Burcu Dogramaci, München
Annette Dorgerloh, Berlin
Laura Goldenbaum, Berlin
Henrike Haug, Dortmund
Luise Mahler, New York
Brigitte Sölch, Stuttgart
Änne Söll, Bochum
Bettina Uppenkamp, Hamburg
Johanna Ziebritzki, Heidelberg
Anja Zimmermann, Oldenburg
 
Eine Webseite ist derzeit im Aufbau.
 
Kontakt: kunsthistorikerinnen@gmail.com
Weitere Informationen findet ihr hier.

Online-Link

Spreadsheet zu Anstellungsbedingungen an Museen

Seit Tagen sammelt eine Gruppe von Museumsangestellten um Michelle Millar Fisher (Assistant Curator am Philadelphia Museum of Art) in einem Online-Spreadsheet Informationen zu Lohn und zur Anstellung von internationalem Museumspersonal. Da sich bisher vorwiegend Kolleg*innen aus dem US-amerikanischen Raum beteiligten, möchten wir auf die Kampagne hinweisen und zur Beteiligung aufrufen.

Das Spreadsheet ist hier einsehbar.

Ankündigung

Neuerscheinung

Der vom Ulmer Verein geförderte Tagungsband Die Frage in den Geisteswissenschaften. Herausforderungen, Praktiken und Reflexionen (Kevin Drews u. a.) ist jüngst erschienen. Die interdisziplinären Beiträge beantworten, wie die Reflexion über den Status des Fragens und die Lage geisteswissenschaftlicher Selbstbefragung zu einer produktiven Selbstbestimmung der Geisteswissenschaften beitragen können.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

Unterstützungsbekundung

Initiativen gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen

Am 7. März 2019 startete die Kampagne "Entfristungspakt 2019" zur Schaffung von Dauerstellen an Universitäten. Initiatoren sind das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) und die Gewerkschaften GEW und ver.di. Das Bündnis fordert die Entfristung aller aus dem Hochschulpakt finanzierten Stellen. Bereits am 3. Mai 2019 soll über den nächsten Hochschulpakt verhandelt werden. Weitere Informationen finden sich auch der Seite http://frististfrust.net/.

Der Ulmer Verein unterstützt Bündnisaufruf und Petition, die nach Erreichen des Quorums an Regierungsvertreter*innen geschickt werden soll. Hier geht es zur Petition "Frist ist Frust", für die dringend Unterzeichnende gesucht werden: https://www.openpetition.de/petition/online/frist-ist-frust-entfristungspakt-2019.

Zudem machen wir auf weitere lokale Intiativen aufmerksam, die sich ebenfalls mit aktuellen Kampagnen für Entfristungen einsetzen:

 

Erfolgreiche Etablierung eines DFG-Netzwerks

AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration

Wir freuen uns mitteilen zu düften, dass aus Mitgliedern der AG KUNSTPRODUKTION UND KUNSTTHEORIE IM ZEICHEN GLOBALER MIGRATION ab dem 1. November 2018 das DFG-Netzwerk

ENTANGLED HISTORIES OF ART AND MIGRATION: FORMS, VISIBILITIES, AGENTS / VERFLOCHTETE GESCHICHTEN VON KUNST UND MIGRATION: FORMEN, SICHTBARKEITEN, AKTEURE

hervorgeht.

Die Mitglieder des Netzwerks sind:

Dr. Catherine Bublatzky (Koordination)
Dr. Buket Altinoba
Prof. Dr. Christiane Brosius
Prof. Dr. Burcu Dogramaci
Prof. Dr. Elke Gaugele
Prof. Dr. Alexandra Karentzos
Dr. Alma-Elisa Kittner
Dr. Franziska Koch
Kerstin Meincke
Prof. Dr. Birgit Mersmann
Prof. Dr. Kerstin Pinther
Dr. Mona Schieren
Dr. Angela Stercken
apl. Prof. Dr. Melanie Ulz
Dr. Kea Wienand. 

Weitere Informationen findet Ihr hier: 

http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/en/research/hcts-professorships/visual-and-media-anthropology/projects/research-projects/entangled-histories-of-art-and-migration.html

http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/de/aktuelles/nachrichten/detail/m/dfg-funding-for-cathrine-bublatzky.html




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Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

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Unter den Linden 6
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