Aktuelles

Fragen von Kunst- und Kulturwissenschaftler:innen vor der Bundestagswahl 2021

In wenigen Tagen ist Bundestagswahl. Noch ist offen, welche Koalition die nächste Regierung bilden wird, aber klar ist schon jetzt: Auch die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft bedürfen entschlossener Reformen; vor allem das Befristungsunwesen muss ein Ende finden.

Auf Initiative der AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft haben sich die AG, der Vorstand des Ulmer Vereins und der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V.mit entsprechenden Fragen an die Bundestagsfraktionen gewandt. Gebeten wurde um bündige Antworten in jeweils ein bis drei Sätzen. Nachfolgend geben wir die Antworten der Parteien in dem Wortlaut und in der Länge wieder, wie sie uns erreicht haben – unabhängig davon, wie konkret auf die gestellte Frage eingegangen wurde.

Die Parteien sind in alphabetischer Ordnung aufgeführt. Die CDU hat in ihrer Antwort nicht nach den einzelnen Fragen unterschieden, weshalb wir ihr Statement an das Ende des Dokuments gesetzt haben.

Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.
AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft im Ulmer Verein
AK Provenienzforschung e.V.

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Lunchtalks im Herbst

Redebedarf. Lunchtalks des Ulmer Vereins

Der Ulmer Verein bietet ab 2021 ein neues digitales Forum für Diskussion und Austausch an: "Redebedarf. Lunchtalks des Ulmer Vereins". Einmal im Monat werden aktuelle Themen der kritischen Kunstgeschichte vorgestellt und diskutiert. Die Lunchtalks sollen der besseren Vernetzung von Studierenden und der in Hochschule, Museum oder als Selbstständige tätigen Kunsthistoriker:innen und Kulturwissenschaftler:innen dienen, ihren – und unseren – Fragen Raum bieten und zur Debatte anregen. Die Veranstaltungen dauern jeweils eine Stunde: 60 Minuten für einen kritischen und offenen Austausch, der die Community an einen gemeinsamen virtuellen Tisch bringt.

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Montag, 27. September 2021, 13 bis 14 Uhr
Stella Kramrisch. Kunsthistorikerin zwischen Europa und Indien. Ein Beitrag zur Depatriarchalisierung der Kunstgeschichte
Jo Ziebritzki im Gespräch mit K. Lee Chichester und Henrike Haug

„Warum gab es keine bedeutenden Kunsthistorikerinnen?“ Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit dieser zentralen Frage des Buches, werde ich das Werk und internationale Wirken von Stella Kramrisch vorstellen. Kramrisch, die 1919 bei Josef Strzygowski in Wien promoviert wurde, prägte mit ihren Veröffentlichungen und Ausstellungen während der folgenden zwei Jahrzehnte die Wahrnehmung indischer Kunst in Europa. Ein gutes Beispiel dafür ist die im Jahr 1940 am Warburg Institute eröffnete „Photographic Exhibition of Indian Art“, die durch geschickte Kulturvermittlung und hervorragende Fotografien enorm viele Besucher:innen anzog. Anhand dieses und weiterer Beispiele möchte ich aufzeigen, wie die Erforschung der Werke von Kunsthistorikerinnen einerseits historiographische Lücken füllt, und andererseits transhistorisch theoretisch und methodisch anregend ist.
 
Zoomlink: https://us06web.zoom.us/j/82133747399?pwd=N04wdU5HSUduako2dm1FcDNHUVhoUT09
Meeting-ID: 821 3374 7399; Kenncode: 327218    

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Montag, 25. Oktober 2021, 13 bis 14 Uhr
Borders. Die Apéro Talks der AG Migration
Alma-Elisa Kittner, Kerstin Meincke, Miriam Oesterreich im Gespräch mit Franziska Lampe und Yvonne Schweizer

Seit April veranstaltet die AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration Apéro-Talks mit Künstler:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen. Im Zentrum steht die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Grenzen und Grenzregionen der Gegenwart. In dem Talk zu den Talks stellen die aktuellen Sprecherinnen der AG das Format vor.
 
Zoomlink: https://us06web.zoom.us/j/84426723732?pwd=ZFRkSXU5Z0tDb25teDgvMGYyMkQ3QT09
Meeting-ID: 844 2672 3732; Kenncode: 240162    

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Montag, 22. November 2021, 13 bis 14 Uhr
Fünfzig Jahre Kunsthistorischer Studierendenkongress (KSK)
Organisationsteam des 100. Kunsthistorischen Studierendenkongress (KSK) im Gespräch mit Ann-Kathrin Hubrich und Franziska Lampe
 
Vom 17. bis zum 20. Februar 2022 findet der Kunsthistorische Studierendenkongress zum 100. Mal statt. Aus diesem Anlass sprechen Mitglieder des Organisationsteams über die fünfzigjährige Geschichte dieses studentischen Kongresses und ergründen das Potential des Themas, unter dem der Jubiläumskongress in München ausgerichtet wird: ver | wandlung | en – des KSK, des künstlerischen Sujets, der Methoden, Strukturen und Institutionen der Kunstgeschichte und ihrer angrenzenden Disziplinen. Als Organisationsteam des 100. KSK erachten wir es als substantiell, einen aktiven Austausch über solche Verwandlungen (in) der Kunstgeschichte im Rahmen unseres studentischen Kongresses zu fördern.
 
Meeting-ID: 886 0854 4874; Kenncode: 478813    

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Eine vorherige Anmeldung zu den Lunchtalks ist nicht notwendig. Zur Teilnahme folgen Sie bitte den Links zu den oben genannten Ankündigungen.

#UlmerVerein #UlmerVerein #Redebedarf

Informiert Euch, solidarisiert Euch, organisiert Euch!

Erklärung gegen die Prekarisierung von Wissenschaftler:innen

Der Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften, die Arbeitsgruppe Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften im Ulmer Verein und die Redaktion der kritischen berichte begrüßen und unterstützen die Erklärung von Wissenschaftsverbänden zur Prekarität wissenschaftlicher Laufbahnen und zu #ichbinhanna sowie die damit verbundene Forderung, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz abzuschaffen und die Grundfinanzierung der Universitäten endlich zu stärken.

https://www.historikerverband.de/mitteilungen/mitteilungs-details/article/erklaerung-von-wissenschaftsverbaenden-zur-prekaritaet-wissenschaftlicher-laufbahnen-und-ichbinhanna.html

https://kunsthistoriker.org/meldungen/fuer-eine-reform-der-befristeten-arbeitsverhaeltnisse-in-der-wissenschaft/

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Jutta-Held-Preis 2021

Auszeichnung für Jo Ziebritzki

Wir gratulieren dem Mitglied der AG Kunsthistorikerinnen Jo Ziebritzki für die Auszeichnung ihres Buches zu Stella Kramrisch mit dem Jutta-Held-Preis 2021

Die Publikation STELLA KRAMRISCH. Kunsthistorikerin zwischen Europa und Indien. Ein Beitrag zur Depatriarchalisierung der Kunstgeschichte widmet sich dem Werk der Kunsthistorikerin Stella Kramrisch (1896–1993) und geht der irritierenden Kluft zwischen Kramrischs damals gefragter Expertise und dem heutigen Fehlen ihres Werks in der Kunstgeschichtsschreibung auf den Grund. Der Druck der Publikation wurde vom Ulmer Verein 2020 gefördert.

Jo Ziebritzki wird ihr Buch im UV-Lunchtalk am 27. September vorstellen.

Sammelband

Neuerscheinung der AG Kunsthistorikerinnen vor 1970

Kunsthistorikerinnen 1910-1980. Theorien, Methoden, Kritiken


Hg. von K. Lee Chichester und Brigitte Sölch.

Welche Theorien, Methoden und Kritiken haben die ersten Kunsthistorikerinnen entwickelt, und welche Sichtweisen und Deutungen trugen sie an die Kunst heran? Der Band geht diesen Fragen anhand von 24 Textauszügen – u. a. von Rosa Schapire, Gisèle Freund, Lotte Eisner und Lucia Moholy – nach und lädt zur Wiederentdeckung der frühen Vielfalt der Disziplin ein.


Monatlich ab April 2021

Apéro-Talks der AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration

Borders. Grenzen und Grenzregionen in der Kunstproduktion und Kunsttheorie der Gegenwart
Apéro-Talks der AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration mit Künstler:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen

Anmeldungen bitte an: contact@ag-kunst-migration.de. Weitere Infos zur Reihe unter: http://www.ulmer-verein.de/?page_id=14489

NEUE TERMINE IM HERBST!

Lektürekreis der AGs "Kunsthistorikerinnen vor 1970" und "Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration"

Read and Meet: Geschlecht, Migration und die Künste 

Im Sommersemester 2021 treffen sich Mitglieder der AG „Wege - Methoden - Kritik: Kunsthistorikerinnen 1880-1970“ und der AG „Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration“ an fünf Terminen zur Lektüre- und Diskussionsrunde „Read and Meet: Geschlecht, Migration und die Künste“. Denn die Themen und Fragen der Forschungsfelder beider AGs überschneiden sich in vielen Punkten. Daher soll der Austausch von Texten, Fragen und Methoden der Frauen-, Männlichkeits- und Geschlechterforschung mit Migrationsforschung, der Transkulturellen Studien und Dekolonialen Theorie gestärkt und dabei versucht werden, aktuelle Entwicklungen in Kunst und Kultur(institutionen) im Auge zu behalten. Das Format versteht sich als offener und experimenteller Prozess, in welchem der inhaltliche Austausch und das Erarbeiten von Fragen, die die Themenfelder verbinden - und sie herausfordern -  im Fokus stehen. 

Interessierte wenden sich bitte an die entsprechenden Kontaktadressen der AGs.

Auftaktveranstaltung

Launch der AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK)

Die AG Arbeitsbedinungen Kunstwissenschaft (AG AK) nimmt ihre Aktivität auf. Den Auftakt machte eine Online-Diskussion. Mehr zu den Zielen der AG, zu den Aktivitäten und zum detaillierten Programm hier.

Solidaritätsbekundung

Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften gegen die geplante Novelle des Bayerischen Hochschulgesetzes

Der Ulmer Verein bekundet seine Solidarität mit der Initiative Geistes- und Sozial- wissenschaften, die sich gegen eine Bedrohung von Wissenschaft und Lehre durch die geplante Novelle des Bayerischen Hochschulgesetzes richtet. Wer die Initiative individuell unterstützen möchte, kann die Petition unterzeichnen:
https://www.openpetition.de/InitiativeGuS

Die Novelle sieht unter anderem eine Reform und Stärkung der Leitungsstrukturen der Hochschulen zu Ungunsten der Hochschul-Gremien vor. Das jahrzehntelang praktizierte Mitspracherecht von Mittelbau und Studierendenschaft steht - so das Gesetz verabschiedet wird - an den Bayerischen Hochschulen auf der Kippe. 
 
(aus dem Brief der Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften)
"In Bayern steht aktuell eine tiefgreifende Reform des Bayerischen Hochschulgesetzes bevor, die für die Geistes- und Sozialwissenschaften eine erhebliche Gefahr bedeuten könnte, da mit ihr eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft angestrebt ist und es zu erwarten steht, dass der Verwertungsdruck auf die einzelnen Wissenschaften weiter zunehmen wird.
 
Aus diesem Grund hat sich vor ein paar Wochen die Initiative Geistes- und Sozial- wissenschaften gegründet, die in unterschiedlichen Formaten auf diese Problematik aufmerksam möchte. [...] Weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter: 
https://www.facebook.com/InitiativeGuS sowie https://initiativegus.wordpress.com/."

Unterstützungsbekundung

Initiativen gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen

Am 7. März 2019 startete die Kampagne "Entfristungspakt 2019" zur Schaffung von Dauerstellen an Universitäten. Initiatoren sind das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) und die Gewerkschaften GEW und ver.di. Das Bündnis fordert die Entfristung aller aus dem Hochschulpakt finanzierten Stellen. Bereits am 3. Mai 2019 soll über den nächsten Hochschulpakt verhandelt werden. Weitere Informationen finden sich auch der Seite http://frististfrust.net/.

Der Ulmer Verein unterstützt Bündnisaufruf und Petition, die nach Erreichen des Quorums an Regierungsvertreter*innen geschickt werden soll. Hier geht es zur Petition "Frist ist Frust", für die dringend Unterzeichnende gesucht werden: https://www.openpetition.de/petition/online/frist-ist-frust-entfristungspakt-2019.

Zudem machen wir auf weitere lokale Intiativen aufmerksam, die sich ebenfalls mit aktuellen Kampagnen für Entfristungen einsetzen:

 

Bewilligung DFG-Netzwerk

AG Kunsthistorikerinnen vor 1970: Wege – Methoden – Kritiken

Der Ulmer Verein gratuliert den Mitgliedern der AG "Kunsthistorikerinnen vor 1970: Wege - Methoden - Kritiken" für die erfolgreiche Beantragung eines DFG-Netzwerks. Das Netzwerk beginnt ab Herbst 2019 mit einer Laufzeit von 3 Jahren und ist am Institut für Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt. Die Mitglieder des Netzwerks sind:
 
Leonie Beiersdorf, Karlsruhe
Lynn Busch, Bochum
Lee Chichester, Berlin
Burcu Dogramaci, München
Annette Dorgerloh, Berlin
Laura Goldenbaum, Berlin
Henrike Haug, Köln
Luise Mahler, New York
Brigitte Sölch, Stuttgart
Änne Söll, Bochum
Bettina Uppenkamp, Hamburg
Johanna Ziebritzki, Heidelberg
Anja Zimmermann, Oldenburg
 
Das Netzwerk hat eine eigene Homepage unter www.kunsthistorikerinnen.de.
 
Kontakt: kunsthistorikerinnen@gmail.com
Weitere Informationen findet ihr hier.

Erfolgreiche Etablierung eines DFG-Netzwerks

AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration

Wir freuen uns mitteilen zu düften, dass aus Mitgliedern der AG KUNSTPRODUKTION UND KUNSTTHEORIE IM ZEICHEN GLOBALER MIGRATION ab dem 1. November 2018 das DFG-Netzwerk

ENTANGLED HISTORIES OF ART AND MIGRATION: FORMS, VISIBILITIES, AGENTS / VERFLOCHTETE GESCHICHTEN VON KUNST UND MIGRATION: FORMEN, SICHTBARKEITEN, AKTEURE

hervorgeht.

Die Mitglieder des Netzwerks sind:

Dr. Catherine Bublatzky (Koordination)
Dr. Buket Altinoba
Prof. Dr. Christiane Brosius
Prof. Dr. Burcu Dogramaci
Prof. Dr. Elke Gaugele
Prof. Dr. Alexandra Karentzos
Dr. Alma-Elisa Kittner
Dr. Franziska Koch
Kerstin Meincke
Prof. Dr. Birgit Mersmann
Prof. Dr. Kerstin Pinther
Dr. Mona Schieren
Dr. Angela Stercken
apl. Prof. Dr. Melanie Ulz
Dr. Kea Wienand. 

Weitere Informationen findet Ihr hier: 

http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/en/research/hcts-professorships/visual-and-media-anthropology/projects/research-projects/entangled-histories-of-art-and-migration.html

http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/de/aktuelles/nachrichten/detail/m/dfg-funding-for-cathrine-bublatzky.html



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c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
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