Offene Briefe

2019

Positionspapier des Ulmer Vereins - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e. V. zur Unterstützung der Kampagne "Entfristungspakt 2019"

Bereits am 3. Mai 2019 wird in einer – voraussichtlich entscheidenden – Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz über den nächsten Hochschulpakt verhandelt. Die dort verhandelten und erzielten Beschlüsse werden die Stellensituation und die strukturelle Ausrichtung der Hochschulen in Deutschland nach 2020 massgeblich prägen. Darum ist es jetzt an der Zeit, uns mit Forderungen und Wünschen für die Zukunft unserer Universitäten und Hochschulen in die Diskussionen einzuschalten. Der Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e. V. unterstützt daher die Kampagne "Entfristungspakt 2019" (Initiatoren sind das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft, die Gewerkschaften GEW und ver.di). Wie wir alle wissen, ist die momentane Lage sowohl für den wissenschaftlichen Nachwuchs als auch für den gesamten Mittelbau prekär: einer verschwindend geringen Anzahl von Dauerstellen steht die Masse von befristeten Stellen entgegen – die zum großen Teil über den Bund in Form von Drittmitteln in der Einzel- oder Verbundforschung finanziert werden. Das Bündnis fordert daher die Entfristung aller aus dem Hochschulpakt finanzierten Stellen, um endlich wieder Perspektiven jenseits der Professuren für Wissenschaftler*innen im deutschen Hochschulsystem zu schaffen! Einen solchen Kurswandel der Universitäten für die Schaffung verstetigter Stellen befürworteten zuletzt auch die Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Martina Brockmeier, und der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter André Alt.

Wir bitten unsere Mitglieder um Unterstützung der Petition https://www.openpetition.de/petition/online/frist-ist-frust-entfristungspakt-2019 sowie der Kampagne http://frististfrust.net/.

 

2017

Offener Brief des UV zur Schließung des Kunsthistorischen Instituts Osnabrück

Um gegen die drohende Schließung des Kunsthistorischen Instituts in Osnabrück zu protestieren, hat der Vorstand des Ulmer Vereins im Januar 2017 einen Offenen Brief verfasst, der von zahlreichen Mitgliedern unterzeichnet wurde.

Dieser wurde am Montag, den 16. Januar 2017, an Gabriele Heinen-Kljajić, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, sowie an Wolfgang Lücke, Präsident der Universität Osnabrück, versandt.

Pressebericht der Neuen Osnabrücker Zeitung: http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/836791/ulmer-verein-protestiert-fuer-osnabruecker-kunstgeschichte-institut


Schliessung des KHI Osnabrück

Den Vorstand erreichte die bestürzende Nachricht, dass das Kunsthistorische Institut der Universität Osnabrück auf Entscheidung des Präsidiums vom 18. Januar 2018 endgültig geschlossen wird.

https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1007666/endgueltig-uni-osnabrueck-schliesst-die-kunstgeschichte


An die
Ministerin für Wissenschaft und Kultur
des Landes Niedersachsen
Frau Gabriele Heinen-Kljajić
Hannah-Arendt-Platz 1
30159 Hannover

An den
Präsidenten der Universität Osnabrück
Herrn Prof. Dr. Wolfgang Lücke
Neuer Graben / Schloss
49074 Osnabrück

Offener Brief: Schließung des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück

Sehr geehrte Frau Ministerin,
sehr geehrter Herr Präsident,

mit diesem Schreiben bringt der Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kultur-wissenschaften e.V. als Berufsverband der Kunsthistoriker*innen im deutsch-sprachigen Raum seine Bestürzung über die Meldung der Schließung des Kunst-historischen Instituts der Universität Osnabrück zum Ausdruck. Wir befürchten weitreichende Folgen für die Stadt Osnabrück und ihre Universität, das Land Niedersachsen sowie darüber hinaus die deutschsprachige Kunstgeschichte und regen daher dringend an, Ihre Entscheidung zu überdenken.

Das Institut für Kunstgeschichte in Osnabrück ist eines von nur vier kunsthisto-rischen Instituten in ganz Niedersachsen. Im Falle einer Schließung würde der Wissenschaftsstandort Niedersachsen erheblich an Attraktivität hinsichtlich der Vielfalt von Forschung, Studium und Lehre einbüßen. Mit der geplanten Maßnahme geben die Stadt Osnabrück und ihre Universität nicht nur einen wichtigen Grund-baustein zur Erschließung lokaler Kultur auf, sondern verhindern darüber hinaus jene Forschung, die der Einbettung der niedersächsischen Kulturlandschaft in den globalen Kunstgeschichtskontext dient. Ist es doch gerade dieses bedeutende Forschungsfeld, welches durch das Kunsthistorische Institut Osnabrück stets befördert wurde und wie es auch aus den aktuell laufenden Projekten evident wird. So ist zum Beispiel eine fundierte wissenschaftliche Bearbeitung zahlreicher nieder-sächsischer UNESCO-Welterbestätten nach einer Schließung des Instituts erheblich erschwert. Die deutschsprachige Forschungslandschaft verlöre zudem eine wichtige Institution engagierter, kritischer Kunstgeschichte. Initiiert durch unser verstor-benes Mitglied Frau Prof. Dr. Jutta Held, besitzt das Kunsthistorische Institut Osnabrück auch aktuell mit Beiträgen zur Migrations-, Transkulturalitäts- und Geschlechterforschung hohe internationale Strahlkraft. Eine kritische Kunstge-schichte, die sich der gesellschafts-politischen Herausforderungen unserer kulturell diversen Gegenwart annimmt, darf der Stadt Osnabrück und ihrer Universität sowie dem Land Niedersachsen gerade jetzt nicht entbehrlich sein.

Konkrete Auswirkungen sehen wir nicht zuletzt auch für die Lehrerbildung. Da die Osnabrücker Kunstgeschichte den gesamten kunstwissenschaftlichen Teil der Bachelor- und Masterausbildung für Kunstlehrer an der Universität bestreitet, würde bei Schließung des Instituts eine gravierende Lücke in diesem wichtigen Bereich entstehen.

Die Gründe für die Schließung – soweit aus den Medien bekannt – erschrecken uns über alle Maßen. Der gegenseitigen Abwägung von Geistes- und Naturwissen-schaften im Sinne ihrer wirtschaftlichen Gewinnausschüttung nachzugeben, ist überaus bedenklich. Anstatt geisteswissenschaftliche Institute zu schließen, sollte die Frage nach dem Potenzial der Erkenntnisse interdisziplinären Forschens in den Vordergrund rücken. Es ist vielmehr erforderlich, Schnittstellen zwischen beiden Bereichen zu schaffen, anstatt eine künstlich kreierte Konkurrenzsituation zu befördern, denn nur gemeinsam können wir uns als Gesellschaft den Heraus-forderungen der Gegenwart stellen. Zudem eröffnet sich die Frage, ob die durch die Schließung eingesparten Gelder den dadurch entstehenden Image-Schaden auch nur ansatzweise beheben können.

Angesichts solcher Aussichten lohnt ein Blick in das Nachbarland Nordrhein-Westfalen. Dort hat man erkannt, welches Potenzial in der Erforschung und Vermittlung unseres kulturellen Erbes liegt. An der Universität Bielefeld wird seit einigen Jahren eine kunstgeschichtliche Abteilung aufgebaut. Und auch die Universität Paderborn hat seit langem die Zeichen der Zeit richtig gedeutet und eine Professur für Kulturerbe eingerichtet.

Der Erhalt des Kunsthistorischen Instituts in Osnabrück wäre aus den genannten Gründen ein Beitrag zu einer nachhaltigen Wissenschafts- und Bildungspolitik. Wenn, wie geplant, ausgerechnet zum Jahr des Europäischen Kulturerbes 2018 eine Aufnahme in die kunstgeschichtlichen Studiengänge an der Universität Osnabrück nicht mehr möglich ist, käme dies einer Bankrotterklärung der niedersächsischen Hochschul- und Kulturpolitik gleich. Der Ulmer Verein – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V. hat diesen offenen Brief auch auf seiner Homepage veröffentlicht (http://www.ulmer-verein.de/).

Bitte teilen Sie uns mit, zu welcher Entscheidung Sie kommen.

Mit freundlichen Grüßen,

  1. Ann-Kathrin Hubrich, Vorstand Ulmer Verein/ Universität Hamburg
  2. Henry Kaap, Vorstand Ulmer Verein/ Freie Universität Berlin
  3. Dr. des. Yvonne Schweizer, Vorstand Ulmer Verein/ Universität Bern
  4. Anne Röhl, Vorstand Ulmer Verein/ Universität Zürich
  5. Dr. Frank Schmitz, Freie Universität Berlin
  6. Prof. Dr. Martin Papenbrock, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  7. Prof. em. Dr. Norbert Schneider, Karlsruhe, Institut für Kunst- und Baugeschichte am KIT
  8. Prof. Dr. Philipp Zitzlsperger, AMD Akademie Mode&Design
  9. Prof. Dr. Anna Minta, Redaktion kritische berichte / Katholische Privat-Universität Linz
  10.  Prof. em. Dr. Monika Wagner, Universität Hamburg
  11.  Dr. Brigitte Sölch, Kunsthistorisches Institut in Florenz (MPG)
  12.  Prof. Dr. Joseph Imorde, Redaktion kritische berichte / Universität Siegen
  13.  Dr. Carolin Behrmann, Kunsthistorisches Institut in Florenz (MPG)
  14.  Prof. Dr. Änne Söll, Redaktion kritische berichte / Ruhr-Universität Bochum
  15.  PD Dr. Hildegard Frübis, Berlin/ Graz
  16.  Prof. Dr. Barbara Lange, Kunsthistorisches Institut der Eberhard Karls   Universität Tübingen
  17.  Prof. Dr. Verena Krieger, Friedrich-Schiller-Universität Jena
  18.  Prof. Dr. Robert Felfe, Redaktion kritische berichte / Universität Hamburg
  19.  Prof. em. Dr. Werner Busch, Freie Universität Berlin
  20.  Prof. Dr. Insa Härtel, International Psychoanalytic University Berlin (IPU)
  21.  Dr. Lucas Elmenhorst, Rechtsanwalt/Kunsthistoriker, Berlin
  22.  Prof. Dr. Lars Blunck, Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
  23.  Prof. Dr. Katharina Sykora, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
  24.  Johanna Ziebritzki, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
  25.  Prof. Dr. Hiltrud Kier, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
  26.  Prof. Dr. Birgit Mersmann, Vertretungsprofessorin für Kunst der Moderne und Gegenwart/Ästhetische Theorien, Universität zu Köln
  27.  Prof. Dr. Michael Müller, Bremen
  28.  Prof. Dr. Ulrike Bergermann, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
  29.  Dr. Armin Bergmeier, Universität Leipzig
  30.  Prof. Dr. Klaus Herding, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
  31.  Prof. Dr. Susanne Deicher, Hochschule Wismar
  32.  Dr. des. Anja Schürmann, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
  33.  Martin Hartung, M.A., ETH Zürich
  34.  Thomas Hammacher, M.A., Agentur scopium, Essen
  35.  Dr. Juliane Noth, Freie Universität Berlin
  36.  Prof. Dr. Victoria von Flemming, Hochschule für Bildende Künste  Braunschweig
  37.  Dr. Susanne Tauss, Kunsthistorikerin, Osnabrück
  38.  Dr. Vera Wolff, ETH Zürich
  39.  Prof. em. Dr. Florian Zimmermann, Hochschule München, Fakultät für   Architektur
  40.  Prof. Dr. Burcu Dogramaci, Institut für Kunstgeschichte der LMU München
  41.  Christoph Harwart MA, Hamburg
  42.  Sotirios Bahtsetzis, Department of History of Art, The American College of  Greece
  43.  Prof. Dr. Alexandra Karentzos, Technische Universität Darmstadt
  44.  Dr. Elke Anna Werner, Freie Universität Berlin
  45.  Prof. Dr. Tristan Weddigen, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich
  46.  Franziska Lampe, Universität Heidelberg
  47.  Dr. Philippe Cordez, Ludwig-Maximilians-Universität München / Université
     de Montréal
  48.  Carsten Schiefer, Geschäftsführer AQuD Wissenschaftsberatung, Berlin
  49.  Dr. Kathrin Hoffmann-Curtius, Independent Scholar, Berlin
  50.  Prof. (i.R.) Dr. Silke Wenk, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  51.  Dr. Irene Below, ehem. Universität Bielefeld, Werther
  52.  PD. Dr. Christian Fuhrmeister, Zentralinstitut für Kunstgeschichte
  53.  Prof. Dr. Jörg Haspel, Präsident des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS
  54.  Dr. Christoph Machat, Vizepräsident des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS
  55.  Prof. Dr. Sigrid Brandt, Generalsekretärin des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS
  56.  Prof. Berthold Burkhardt, Vorstandsmitglied des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS
  57.  Luise Rellensmann, M.Sc., Vorstandsmitglied des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS
  58.  Dr. des. Ivo Raband, Universität Bern / Alumnus der Universität Osnabrück
  59.  Dr. Yannis Hadjinicolaou, Humboldt Universität zu Berlin
  60.  Dr. Alma-Elisa Kittner, Universität Duisburg-Essen
  61.  Dr. Julian Blunk, Freie Universität Berlin
  62.  Dr. Andrea Linnebach-Wegner, Universität Kassel, Institut für Germanistik
  63.  Thorsten Schneider MA, Kunstakademie Münster
  64.  Prof. Dr. Kerstin Pinther, LMU München
  65.  Prof. Dr. Ellen Spickernagel, Justus-Liebig-Universität Gießen
  66.  Miriam Oesterreich, M.A., TU Darmstadt
  67.  Prof. Dr. Ilka Becker, Hochschule für Künste Braunschweig
  68.  Dr. Sabine Kampmann, Ruhr-Universität Bochum
  69.  Katrin Kaptain, M.A., Berlin
  70.  Prof. Dr. Klaus Jan Philipp, Institut für Architekturgeschichte der Universität  Stuttgart
  71.  Prof. Dr. Bettina Uppenkamp, Hochschule für Bildende Künste Dresden
  72.  Prof. Wolfgang Brauneis, Kunstakademie Münster
  73.  Dipl.-Ing. Eberhard Wühle, Mitglied des Vorstands der Stiftung Springhornhof
  74.  Margarete Pratschke, ETH Zürich
  75.  Dr. Sophie Junge, Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich
  76.  Prof. Dr. Julia Gelshorn, Universität Freiburg (CH)
  77. Jochen Vennebusch, Universität Hamburg
  78. Prof. Dr. Erich Franz, Honorarprofessor an der Kunstakademie Münster / ehem. stellv. Direktor am LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur, Münster
  79. Dr. Stefanie Stallschus, Technische Universität Berlin
  80. Prof. Dr. Gabriele Genge, Universität Duisburg-Essen
  81. Benedikt Fahrnschon, Kunstakademie Münster
  82. Fabian Röderer, Universität Hamburg
  83. Prof. Dr. Jan Hirschbiegel, Universität Kiel
  84. Charlotte Plückhahn, Universität Hamburg
  85. Marie Lynn Jessen, Universität Hamburg
  86. Sarah Ströbele, Technische Universität Berlin
  87. Dr. Susanne Märtens, Kunsthochschule Kassel/ Universität Kassel
  88. Prof. Dr. Alexis Joachimides, Universität Kassel/ Kunsthochschule
  89. Dr. Marvin Altner, Universität Kassel/ Kunsthochschule
  90. Davide Ferri, Humbold-Universität zu Berlin
  91. Birte Hinrichsen, Universität Hamburg


2008

Sanierungsfall Staatsoper Berlin Unter den Linden - offener Brief des Vereins für Kunst- und Kulturwissenschaften

In einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin haben die Mitglieder des Ulmer Vereins für eine Sanierung der Staatsoper Unter den Linden plädiert, welche mit Sensibilität und Augenmaß auf das bestehende Gebäude, seine Geschichte und seinen besonderen Standort eingeht.

Kurze Zeit hierauf wurde die Sanierung neu ausgehandelt und die bisher favorisierte Lösung zurückgestellt, um das Verfahren neu aufzurollen.

2007

Geplantes Ehrenmal für die Toten der Bundeswehr – offener Brief des Vereins für Kunst- und Kulturwissenschaften an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und den Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung

Die Bundesrepublik Deutschland bekommt ein zentrales Ehrenmal für die Toten der Bundeswehr. Ein öffentlicher Austausch über die Prämissen und Entwürfe war nicht gewollt. Dabei ist die Formensprache des Siegerentwurfs (dessen Rezeption der Tessenowschen "Neuen Wache" sowie die Bronzehaut aus symbolisierten, ausgestanzten Erkennungsmarken) ebenso diskussionswürdig wie die Standortfrage und das Wettbewerbsverfahren als solches.

Der Brief ist Ergebnis der gleichnamigen Tagung, veranstaltet vom Ulmer Verein, Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V., in Zusammenarbeit mit Zeitgeschichte-Online, die am 22. September 2007 an der Humboldt-Universität zu Berlin
im Hauptgebäude
Unter den Linden 6,
10099 Berlin,
Raum 3071 stattfand.

2006

Protestschreiben des UV zum geplanten Verkauf des Bestandes der Karlsruher Handschriften

Die baden-württembergische Landesregierung ist dabei, die traditionsreiche und einmalige Handschriftensammlung der Landesbibliothek Karlsruhe zu zerreißen. 70 Millionen Euro, so die durchaus vage Hoffnung, soll der weltweite Verkauf von 3500 Handschriften aus dem Gesamtbestand von 4200 Codices einbringen. Gegen einen Ausverkauf kultureller Identität hat sich der Ulmer Verein mittels eines Protestbriefes an den Kulturstaatsminister gewandt.

Der Ulmer Verein schließt sich dem Protestschreiben der amerikanischen Geisteswissenschaftler vom 22. September 2006 an (erschienen in FAZ, 28.09.06).

Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin