Materialität(en): Rezeptionen – Transformationen – Manifestationen

Die AG Materialität(en): Rezeptionen – Transformationen – Manifestationen setzt sich zum Ziel, den Interessen unterschiedlicher Akteur:innen in kunstbezogenen Tätigkeitsfeldern (Kunstwissenschaftler:innen, Restaurator:innen, Künstler:innen, Kurator:innen etc.) mit materialitätsspezifischer Ausrichtung ein Forum des fachlichen Dialogs, der Initiation und Multiplikation zu bieten und sich der erweiterten Forschung von Materialität(en) zu widmen. Ziel ist es auch die teilweise immer noch vorherrschende Diskrepanz zwischen theoretischer und angewandter Forschung zu überwinden und die jeweils in den Bereichen angesiedelten Berufsgruppen zusammen zu bringen, ihre Bedarfe auszuloten und inhaltliche Schnittmengen herauszuarbeiten. 

Materielle Dynamiken stellen interdisziplinäre, kunstspezifische Rezeptions- und Tätigkeitsbereiche vor facettenreiche Fragestellungen, Hindernisse und Abwägungen. Diese sind abhängig von den jeweiligen Berufsfeldern. So sehen sich restauratorische Bedarfe in der gegenwärtigen musealen Praxis und Forschungslandschaft mit aktiven Transformationsprozessen und deren Auswirkungen etwa in sammlungsspezifischer Hinsicht konfrontiert. Kunsthistorische Ansätze zielen auf die Untersuchung spezifischer Materialität(en) von Kunstwerken, besonders seit dem vielfach von verschiedenen Seiten ausgerufenen material turn. Gegenwärtige und zukunftsgewandte Architekturformen sondieren hybride Materialien, als Baustoffe angesiedelt an der Verbindungslinie von Architektur und Mikrobiologie. Philosophische Anknüpfungspunkte verweisen auf die rezeptionsspezifische Ebene metabolistischer Materialien, deren normative Prägung und Erinnerungskultur. Materialarchive, Werkstätten und künstlerische Perspektiven setzen ihrerseits individuelle Herangehensweisen und Anknüpfungspunkte voraus. Diese und weitere Akteur:innen möchte die AG Materialität(en): Rezeptionen – Transformationen – Manifestationen zum interdisziplinären Austausch und der Entwicklung themenspezifischer Diskurse, berufsspezifischer Bedarfe, Verschränkungen und Synergien einladen.

Die AG widmet sich Rezeptionsformen der diversen Zielgruppen (von den Kunstwissenschaften über restauratorische, molekularbiologische und dokumentarische sowie künstlerische Perspektiven u.a.m.) und begreift sich als Plattform zur kritischen Befragung der bis dato existierenden Materialitätsforschung. Transformationen der Rezeption sowie der theoretischen Diskurse bilden dabei die Verbindungslinie zu Transformationen dynamischer Materialien und organisch/physisch stattfindender Prozesse. Fragestellungen manifestieren sich einerseits in Zuschreibungen an Materialien, können Kanones verhandeln oder diese in zukunftsweisenden Ansätzen überwinden. Sie treten als Manifestationen in theoretischen und praxisbezogenen Diskursen sowie in Kunstwerken, der substanziellen Gestaltung von Architektur und weiteren Erscheinungsformen zutage. Kolleg:innen aus unterschiedlichen Berufs- und Wissenschaftsfeldern an der inhaltlichen Verbindungslinie von Materialität(en): Rezeptionen – Transformationen – Manifestationen sind eingeladen, ihre Forschung, Fragestellungen und Diskussionsbedarfe in diesem ausdrücklich pluridisziplinär angelegten Forum zu teilen.

Unter anderem bietet ein monatlich geplanter jour fixe des matériaux (Arbeitstitel) den AG-Mitgliedern die Möglichkeit zum Dialog und eröffnet Planungsraum für Workshops, Publikationen, Ausstellungen und andere Medien der Kommunikation und Multiplikation. 

Gründerinnen und Sprecherinnen der AG:
Hanna Baro (baro@kunst.uni-siegen.de)
Ina Jessen (kontakt@inajessen.de

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